Der Brauch

Die Bräuche machen den Unterschied

Auch wenn man sich überall auf der Welt verkleidet, so gibt es doch Unterschiede zwischen den lokalen Bräuchen und Sitten. In ganz Europa ist die sogenannte “Verballhornung” der Obrigkeit ein wesentlicher Punkt aller Faschings- und Fasnacht-Bräuche. Das Narrentum hat seinen Platz vor allem in Rheinischen Gebiet, natürlich ist die Hochburg für dieses Treiben Köln. Die Tradition der lauten Rasseln und Knarren zieht sich entlang der Linie des Rheins bis nach Italien. Aber auch im Norden Europas findet man diese Bräuche. Sie gehen wohl auf eine keltische Tradition zurück, mit welcher böse Geister und Dämonen vertrieben werden sollten.

Der Karneval des Südens

Eine Besonderheit stellen im südlichen Europa die farbenprächtigen Masken und Kostüme dar. Je weiter man in die südlichen Regionen vordringt, umso ausgefallener werden die Kostüme. Schon im Mittelalter etablierte sich hier der Brauch, sein Gesicht mit Masken zu verhüllen. Oberhalb der Line Bonn-Erfurt sind es vor allem Trachten, die zu dieser Zeit getragen werden. Aber in den letzten Jahrhunderten kam auch hier vermehrt der Brauch auf, sein Gesicht zu verhüllen. Daraus ging wohl das Kinderschminken hervor, welches gerade im Norddeutschen und Ostdeutschen Raum bis heute verstärkt praktiziert wird.

Das leibliche Wohl

Überall findet man auch Bräuche kulinarischer Art. So werden vor allem Lebensmittel genossen, welche früher in der Fastenzeit verboten waren. In Deutschland fließt hier das Bier in Strömen, während in südlichen Ländern eher auf Wein und andere alkoholische Getränke gesetzt wird. Auch sehr fettreiche Speisen haben Tradition. In Mitteleuropa werden vor allem Krapfen und Pfannkuchen verzehrt. In vielen teilen Bayerns stehen deftige Speisen wie die Weißwurst oder Schweinegerichte auf dem Speiseplan. Im Süden sind es dann Gerichte, welche auf Schwein, Huhn oder Ei basieren. Diese Zeit stellt auch immer eine Periode der Völlerei dar.

Der Narrenruf

Zum Karneval, zur Fasnacht oder zum Fasching werden auch spezielle Rufe gepflegt. So ist es in Köln, das bekannte “Kölle Alaaf”. Im Rheinischen und darüber hinaus, so zum Beispiel auch in Würzburg, wird die närrische Zeit mit einem kräftigen “Helau” eingeläutet. Südlicher vernimmt man auch oft den Ausruf “Narri”, welcher dann vom Publikum mit “Narro” beantwortet wird. In Bayern wird neben anderen Ausrufen das “Halli” verwendet. In und im Umland von Berlin ist es das “Hei-Jo”. In Teilen von Tirol grüßt man mit einem “Salve Fonapa” während man in Belgien zum Beispiel das “Fahr’m dar” kennt.

Um alle bekannten Ausrufe aufzuzählen bieten diese Seiten nicht genügend Platz, denn im Grunde unterscheiden sich diese bereits lokal und jeder Verein trägt heute seinen eigenen Ausruf zur Schau.

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