Verein Narrenschopf Bad Dürrheim e. V.
Schwäbisch-Alemannisches Fastnachtsmuseum
Schwäbisch-Alemannisches Fastnachtsmuseum
Deutschland - Land der Ideen

Adresse

Homepage: www.narrenschopf.de

Postfach 1416
78068 Bad Dürrheim
Telefon: +49 (0)7726-977601
Telefax: +49 (0)7726-977602

eMail: verein@narrenschopf.de

Öffnungszeiten:
1. Mai - 31. Oktober:
Dienstag - Samstag
14 bis 17.30 Uhr
Sonn- und Feiertage
10 bis 17.30 Uhr

Öffnungszeiten:
1. November - 30. April:
Dienstag - Samstag
14 bis 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage
10 bis 17.30 Uhr

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Heimat von 400 lebensgroßen Narrenfiguren aus dem Südwesten Deutschlands und der Schweiz.
Räumlichkeit für vielerlei Veranstaltungen wie beispielsweise für Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Versammlungen.

Die Museumslandschaft in Baden-Württemberg ist besonders dicht. Rund tausend Einrichtungen öffnen regelmäßig ihre Pforten. In dieser Konkurrenz stellt der Narrenschopf am südlichen Rand des Bad Dürrheimer Kurparks etwas Einmaliges dar. Das gilt zum einen für den Baukomplex, der mittlerweile aus drei hölzernen Kuppelbauten und einem Verbindungstrakt besteht. Das trifft aber zum anderen auch auf den Inhalt zu, machen doch die 400 Narrenfiguren den Narrenschopf zum größten deutschen Maskenmuseum. Der Hofnarr im Türmchen über dem Foyer freut sich darüber und schaut unverrückt nach Besuchern aus: In 25 Jahren waren es bei durchschnittlich 25.000 Interessenten pro Jahr rund, eine Dreiviertelmillion. Wenn man bedenkt, daß Baden-Württemberg 10 Millionen Einwohner hat, muß der Hofnarr noch eine Weile ausharren, bis er alle Landeskinder begrüßt hat.

Blicken wir kurz auf die Entwicklungsgeschichte dieser Einrichtung Ende der 1960er Jahre lag der Gedanke in der Luft, die im deutschen Südwesten überaus lebendige Fastnacht auch dauerhaft zu präsentieren.
So suchte die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte nach Möglichkeiten, ihre traditionellen Narrenkleider und Gesichtsmasken, die bei den 68 Mitgliedszünften der Vereinigung üblich und herkömmlich sind, zu zeigen.
Auf der Suche nach Räumlichkeiten dachte man auch an historische Gebäude wie beispielsweise Schlösser, als sich in Bad Dürrheim die Chance ergab, in einem sogenannten Solebehälter eine ständige Ausstellung einzurichten. Dieses ursprünglich als Schutzdach für aus dem Erdinnern hochgepumpte Sole dienende Kuppelgebäude wurde um 1830 von unbekannten Zimmermeistern geschaffen und stellt schon als Bauwerk eine Sehenswürdigkeit dar. Es ist im Prinzip eine Halbkugel mit einem Boden-Durchmesser von circa 20 Metern, deren Dachgerüst aus 32 gebogenen Trägern besteht, die in fast acht Meter Höhe in einer „Laterne" zusammenlaufen, die immer noch einen Durchmesser von vier Metern hat. Der Volkskundler und Rundfunkjournalist Wilhelm Kutter, der damalige Kulturreferent der VSAN, hat in Zusammenarbeit mit örtlichen Helfern die Narrenfiguren, Leihgaben der Zünfte, in Gruppen aufgestellt. Dabei folgte er seiner Einteilung des gesamten Vereinigungsgebiets in acht Fastnachtslandschaften (s.dort): Baar, Hegau, Schwarzwald, Hochrhein, Donau, Bodensee - Linzgau - Schweiz, Neckar-Alb und Oberschwaben-Allgäu. Am 5. Mai 1973, an einem frühlingsfrischen Tag vor 25 Jahren, wurde dieses neue Museum mit einem Festakt eröffnet.
Unübersehbar waren jedoch die Enge, das Gedränge der lebensgroßen Narrenfiguren in diesem ersten Narrenschopf, der von der Stadt Bad Dürrheim aufgerichtet und zur Verfügung gestellt worden war. Nachdem der Gemeinderat eine Erweiterung in städtischer Regie abgelehnt hatte - es herrschte damals eine Rezession - wurde im April 1980 der Verein Narrenschopf Bad Dürrheim e.V. gegründet. Ihm überließ die Stadt den ersten Rundling, und er baute bald den zweiten Kuppelbau. Da dieser kein Zwischengeschoß aufweist, ist die kühne Holzkonstruktion dort besonders eindrucksvoll zu erkennen. (Mehr hierzu ist nachzulesen in „Gestalten der schwäbisch-alemannischen Fasnacht" von Martin Blümcke, Konstanz 1989).

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